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Ammenkinder
Was sind Ammenkinder?
Das sind Kitten, die ihre Mutter verloren haben oder wo sich die Mutter nicht ausreichend um die Kitten kümmert. Die Gründe können hier völlig verschieden sein. Aber eines haben diese Kitten gemeinsam, sie brauchen eine Mutter, die sich um die Babys kümmert und groß zieht. Dieses ist sehr wichtig für die Sozialisierung der Kitten, damit sie sich später Artgerecht verhalten. Ganz besonders wichtig ist es für zukünftige Zuchtkätzinnen, denn diese müssen es von ihrer Mutter lernen, wie man sich um den Nachwuchs kümmert. Eine Handaufzucht von Kitten ist auch für erfahrene Züchter nicht einfach, wenn man keine Mutter hat, die sich um die Erziehung kümmert. Darum ist es so wichtig, dass die Kitten von einer Katze erzogen werden. Eine Handaufzucht bedeutet nicht nur alle 2 Stunden die Kitten füttern, nein man muss auch die Darmtätigkeit anregen und der Urin muss auch laufen. Das bekommt man zwar alles mehr oder weniger gut hin, aber die ganze Pflege und Zuneigung, welche die Kitten erfahren, können wir als Menschen gar nicht so weiter geben.
Hier kommen dann die Ammen ins Spiel. Günstig ist es wenn man selbst eine andere Kätzin hat, welche sich dem Wurf annimmt, aber selbst das ist nicht immer gegeben. Wenn die Würfe zeitlich gesehen zu weit auseinander liegen, will die Kätzin vielleicht gar nicht oder sie hat selbst zu viele Kitten, so dass sie zu wenig Milch hat.
Hier sind nun die Züchter gefragt, denn sie brauchen Hilfe. In Foren, oftmals auch in Facebook, gibt es zahlreiche Gruppen, wo sich viele Züchter zusammen tun und sich gegenseitig helfen. Meist dauert es auch nicht lange, bis sich ein passender “ Partner ” gefunden hat und dann hofft man immer, dass es gut geht.
Nun, meistens funktioniert es sehr gut und die Kitten werden in der Regel von den neuen Müttern angenommen und aufgezogen.
In der Regel bleiben dann die Kitten bis zum eigentlichen Auszug bei der Amme und dessen Züchter. Kurz vor dem Auszug werden die Kitten zu dem eigentlichem Züchter zurückgebracht und verlassen darauf kurze Zeit später das Heim und ziehen zu den neuen Besitzern. Manchmal werden die Kitten auch gleich bei dem Ammenzüchter abgeholt. Die Absprachen zwischen den Züchtern kann ganz unterschiedlich sein. Die Kosten der Aufzucht und vor allem die Tierarztkosten werden von dem Eigentümer der Kitten übernommen. Über eine Aufwandsentschädigung für die Aufzucht freut sich auch der Züchter, der die Amme zur Verfügung gestellt hat. Das Risiko des Aufzuges ist nicht leicht zu tragen. Der Züchter, der die Amme gestellt hat übernimmt die Verantwortung für einen Wurf, der nicht einmal ihm gehört und geht damit auch ein gewisses Risiko ein. Krankheiten, Verletzungen und auch der Tod sind nicht auszuschließen. Zwar kann man dem Züchter, der die Amme bereitstellt nicht in Regress nehmen und den entstandenen Schaden einfordern, aber es bleibt einfach ein ungutes Gefühl. Auch für den Züchter, der sich der Kitten annimmt ist es eine weitere Belastung, denn man steht immer in der Pflicht, sich sehr gut um die Tiere zu kümmern, die einem nicht einmal selbst gehören. Man macht sich noch mehr Gedanken um die fremden Kitten, als man schon es bei den eigenen Kitten tut.
Für den Züchter, der seine Kitten weg geben muss, weil die Mutter verstorben ist oder auch aus einem anderem Grund die Kitten nicht selbst aufziehen kann, bedeutet die Weggabe der Kitten eine Menge. Denn er gibt jemand völlig fremdes seine Kinder und hofft, dass diese dort genauso groß und stark werden und dass man sich um die Kitten genauso gut kümmert, als wären man es selbst.  Die eigenen, hilflosen Kinder wegzugeben kostet eine menge Mut und Respekt vor diesen Züchtern, die es schaffen. Oftmals muss man sich aber auch anhören, dass man es doch auch selbst schaffen könnte die Kitten groß zuziehen. Ja und doch nein. Es fehlt dann immer noch die Mama, die Fürsorge, die Artgerechte Erziehung der Kitten.

Aber für alle ist es eine große Chance. Die Kitten bekommen das was sie am dringendsten brauchen, eine Mama. Der Züchter bekommt die Unterstützung und die Amme genügend Kitten un die sie sich kümmern darf.

Ich habe es dieses Jahr (2020) zum ersten Mal gemacht und bis sowohl stolz auf meine Mädels, die sich ohne weiteres der Kitten annahmen, als auch auf den Mut der Züchter, die mir ihr Vertrauen gaben, damit ich mich um deren Kinder kümmern darf. Ich habe das große Glück auch somit noch 2 völlig andere Rassen kennen zu lernen und somit meinen Erfahrungsschatz zu erweitern.
Gerne werde ich auch in Zukunft, wenn ich selbst entsprechend Damen habe, welche noch Kapazitäten frei haben, Kitten aufnehmen und großziehen.

 


Eine Abessinierin hält uns in Atem

Manchmal gibt es Situationen, in denen Züchter auch mal Hilfe brauchen. Wir wurden dieses Jahr gleich 2 Mal um Hilfe gebeten, da wir 3 Würfe haben in denen immer nur 1 Kitten geboren wurde. In diesem Fall ist es ein wirkliches Glück, dass Elizabeth, B`Elanna und Isabell jeweils immer nur 1 Kitten zur Welt gebracht haben, denn so konnten wir gleich 2 Züchtern helfen.
Als 1. kam Isatai´s Enii Elona zu uns. Eine kleine Abessinier Dame. Sie ist gerade mal 4 Tage älter als Diego und beide wachsen zusammen auf. Ich bin Gabriela Wolter, der Züchterin von Enii, sehr Dankbar, dass ich die Kleine hier bei mir aufziehen darf. Als ich Enii das erste Mal gesehen habe, habe ich mich sofort in sie verliebt und ich muss sagen, sie ist einfach nur toll. Eine wunderschöne Katze mit super viel Charakter. Sie fasziniert uns einfach nur noch und hat eine Liebe in uns geweckt, welche wir vorher nicht kannten. Wir genießen die Zeit mit ihr und ich weiß jetzt schon, dass ich mein Herz an sie verloren habe. Enii wird zurück zu ihrer Züchterin gehen, denn man hat großes mit ihr vor. Wir genießen die Zeit mit ihr, solange sie bei uns ist.

Mama Betty kümmert sich hervorragend um ihre Babys und auch sie ist manchmal etwas verwundert, dass sich ihr ihre Tochter Enii etwas anders verhält als ihr Sohn Diego. Diego und Enii sind ein eingespieltes Team, toben, spielen, jagen, kuscheln, schmusen und sich gegenseitig putzen. Alles was wichtig für eine gute Sozialisierung ist, wird Enii hier beigebracht von meinen Britenmüttern.
Enii´s Mama hatte 3 Babys, aber leider sind 2 gestorben und Eniis Mama wollte sich nicht mehr wirklich um Enii kümmern. Damit aber Enii für die Zucht nicht verloren geht, sollte sie von anderen Kitten und Müttern lernen, wie sich Katzen richtig verhalten. Ja, auch die Aufzucht der Kitten bestimmt darüber ob diese Katzen später gute Mütter sind. Je besser sich die Mütter um die Kitten kümmern, desto mehr lernen die Kitten wie sie sich richtig verhalten, wenn diese später selbst Mütter werden.
Mit 14 Wochen ist Enii bei uns ausgezogen in ihre ursprüngliche Zucht. Dort wurde sie mit aller Liebe empfangen und hat sich auch schnell dort eingelebt.
Bei uns ist eine kleine Heimliche Liebe entstanden udn eines Tages wird hier eine Abessiner Dame einziehen.
www.isatai.de
 

 

Maine Coon und plötzlich sind da 5 Babys

Am 01.07.2020 erhielt ich morgens eine Textnachricht, dass eine Züchterin in Not ist, da die Mutter einen Tag nach der Geburt von 5 Kitten verstorben war. Natürlich sagte ich sofort zu und die Züchterin Denise Wilde (Jechaburger Weides Maine Coon) machte sich auf den Weg zu uns. Als sie bei uns ankam, war ich mit Penny in der Geburt und konnte meine Katze nicht alleine lassen. Mein Mann kümmerte sich liebevoll um Denise und die kleinen Babys und zeigte der Züchterin alles hier im Haus. Zuerst legten wir die Babys alleine in eine Wurfkiste und hofften, wenn die Babys anfangen zu weinen würde sich eine Mutter darüm kümmern. Aber die Mütter reagierten nicht wirklich. Als ich dann aber die Babys zu Alice in die Wurfkiste gab, machte sie sich sofort daran, mit ihrer Tochter B`Elanna zusammen, die Babys zu versorgen.
Nun sind die Kleinen alle gut versorg und wir haben die Babys unter 3 Müttern aufgeteilt. Nun nehmen sie zwar nicht so gut zu, wie es normal für Maine Coon Kitten der Fall wäre, aber wir geben nicht auf und füttern dann auch zu, damit die Babys einen guten Start ins leben haben.
Natürlich werden wir auch hier weitere Bilder zeigen, aber auf Facebook seid ihr alle bestens Informiert, wie es den Kleinen weiterhin ergehen wird.
Die Babys sind mit 10 Wochen und der ersten Impfung wieder in ihre Zucht gezogen, wo sie nun noch mindestens weitere 4 Wochen bleiben werden, bevor sie in ihr endgültiges Zuhause ziehen werden.
Es war eine tolle Erfahrung diesen Wurf groß zu ziehen.
www.jecherburger-weides-maine-coon.de